Auf Trieb

Mitternachtens ringen dich
Die Glocken nieder.
Die Stadt geht nun
An dir, und du an ihr
Vorbei
In das Vergess’ne.

Kein Schlaf weckt dich
Aus der Natur.
Der Kopf ist sacht
Gebettet und er bettet
Sich
Im Klang der Welt.

Das fleisch’ne Sein umgreift
Dir das Gemüt.
Der Körper wird nurmehr
Getrieben und du treibst
Dahin
In einem Mutterschoß.

Nur Laternen blenden noch
Mit einem Schein.
Und dein Walgesang
Erklingt und es verstummt
Sodann
Der Widerhall des Rufs.

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Kliff

Die Wogen, die im Rücken
Einst verebbten,
Treffen heut‘ auf deine Brust.
Die Zunge fließt dahin,
Denn in die alten Wasser
Schreist du ohnehin
Nur in die Stille.

Wenn du die Augen aufschlägst,
Kommt die Flut herbei,
Schlägt sie dir fäustlings zu.
Und spült dir zum Erbrechen
Allen wohlgehegten Blutes
Magen, Schädel, Lungen aus
Mit Fraß-Bildern und Wort-Schlägen
Aus hochtoxischem Schwermetall.