Unentäußert

(inspiriert durch Georges Batailles Erzählung „Die Geschichte des Auges“)

Es treibt nach außen,
Und nach innen schnürt
Der Atem sich zusammen.
Die Flucht giert sich
Ins unsägliche Dort,
Wo dich das Umkehrglas
Ins Kleinste dann
Verstülpt.

Die leeren Hände fühl’n
Sich dir stets falscherorts,
Und Drang es sie
Ins Fleisch hinein,
Dann fand nirgends sich
Der Punkt, der nirgends ist,
Und sie vergingen nie.

Das Wort ver-dichtet sich
Doch nur in einem Schrei,
Der in Vergeblichkeit
Verharrt,
Und
Krächzt der Mund bald
Nach Entmündigung,
Dann ist im nächsten Schlag
Schon alles kondensiert
Zum stumpfen Fahrrad
(um fortzufahren).

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Zweite Person / Ersatzprogramm

Du bist mir stets Zweites,
Wo das Erste mangelt,
Vertrittst an einem Platz
Die allbereiten Glieder,
Deren an der Zahl
Ich ungefähr
Ein halbes Dutzend brauche.

Die Röhre schaut aus dir,
Funkt mir die Wunschparade.
Versickert dir sodann
Im offenen Kanal das Blut,
Dann schau‘ ich Satellit,
Denn du bist das
Verdinglichte Selbst
An Stelle eines Menschen.