Getrieben

Ihr Auge weint sich nässend aus,
beizt dir ein Stangenbild
ins Fieberhirn.
Die Lider schlagen zu
und dann in dich hinein.

Du wickelst dich
in Spinnenfäden ein,
die du verspuckst
und liegst gefesselt da.
Gesund-Sinn wartet hungernd
neben deinem Bett
vergeblich auf das Futter.

Die Tränen fressen Stahl,
und Rost treibt sich ins Hirn.
Der Sinn reibt sich schon ab
und ist der Keller feucht,
dann bröckelt die Fassade
und die Wände stürzen ein.

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Das Unbehagen

Du innerst statt zu äußern,
hast die knotenreiche Zunge
weggebissen und verschluckt –
jetzt blüht sie dir
als Knoten
schmerzvoll in der Brust.

Der Speichel,
der die Sprache schmiert –
verschluckt! –
du schwitzt ihn aus
als Fäulnis, die du
(nicht nur du!)
erriechst.

Du sprichst
mit stummer Zunge
eine fremde Sprache;
sie ist wie du verkehrt
und wäscht die Bunten Bilder
bis zum Grauen aus.

Du hast den Wahnsinn,
der die Worte findet,
die er niemals sucht.
Vertrautes verstellt.
Entfremdung… entstellt.