Das Unbehagen

Du innerst statt zu äußern,
hast die knotenreiche Zunge
weggebissen und verschluckt –
jetzt blüht sie dir
als Knoten
schmerzvoll in der Brust.

Der Speichel,
der die Sprache schmiert –
verschluckt! –
du schwitzt ihn aus
als Fäulnis, die du
(nicht nur du!)
erriechst.

Du sprichst
mit stummer Zunge
eine fremde Sprache;
sie ist wie du verkehrt
und wäscht die Bunten Bilder
bis zum Grauen aus.

Du hast den Wahnsinn,
der die Worte findet,
die er niemals sucht.
Vertrautes verstellt.
Entfremdung… entstellt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Gedichte.

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