Unnahbar

Wenn bitt’re Säfte zäh
von jenen Wänden fließen
und Batailles Augen jäh
sich in das Nichts ergießen /

wenn Es fest-steht:
ein Bild, das sich befangen
in die Luft erhebt,
von Schleim und Haut verhangen
dir den Rücken kehrt /

dann schluckst du einen Stein,
der dir ganz frei von Sein
(das in die Ferne zieht)
den leeren Götzen spielt.

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Lichtspiel

Das Zelluloid fängt Feuer,
deine Projektion verbrennt.
Das Kino spielte Solofilm,
die Rollen rauchten durch
und rissen grade ab,
als deine Miene –
übergroß –
undeutbar war.

Die Klangspur straft die Ohren,
deine Stimme bricht ganz kakophon
in tausend falsche Töne;
sie mischen sich
ins Rascheln eines Mannes,
der in Brand gesetzt
sein Popcorn weiterisst.

Die letzte Glut hat sich gelegt,
und du stehst nah vor mir
bei durchgeschmorten Sitzen.
Ich möchte dich gern sehen,
doch bin blind für dich;
dein Kinobild hat meine Augen –
eingebrannt.